Kreatives Chaos

Wie oft hört man: „Das ist mein kreatives Chaos!“ Wie oft sagen Sie das selbst, wenn Sie anderen Ihren Arbeitsplatz zeigen – oder eigentlich nicht zeigen wollen.

Was heißt kreatives Chaos eigentlich genau? War es eine kreative Leistung von Ihnen, dass sie so ein Chaos haben? Unterstützt Sie das Chaos bei Ihrer Kreativität, die sonst nicht so da wäre? Sagen Sie das nur, weil es eine Redewendung ist?

Unordnung am Arbeitsplatz führt viel mehr zu…

  • verlangsamten Arbeitsabläufen
  • negativen Auswirkungen auf die Psyche
  • Kosten in Form von Zeit und Geld
  • Druck durch fehlenden Überblick
  • scheinbarer Überlastung
  • Zugzwang bei Tätigkeiten
  • weniger Spontanität bei unerwarteten Ereignissen
  • Machtlosigkeit, die sogar zu depressiven Verstimmungen führen kann
  • Unzufriedenheit mit sich selbst

Alles Dinge, die mit Kreativität wenig zu tun haben. Hinterfragen Sie mal Ihr eigenes kreatives Chaos!

Kleine Dinge – große Freude

Ausmisten und entrümpeln heißt nicht nur große Entrümplungsaktionen zu starten, ganze Wochenenden durchzuarbeiten oder sogar Urlaub dafür zu opfern. Das ist mühsam, viel Arbeit, für Körper und Geist anstrengend.

Kleine Aktionen so ganz zwischendurch im Alltag bringen in Summe mehr. Sie erscheinen viel leichter, überfordern nicht und unterstützen beim Loslassen. Wenn man heute nur 3 Hände voll entsorgt, ist dies nicht so schwer. An einem Tag viele Müllsäcke loszulassen geht da schon eher an die Substanz.

Versuchen Sie daher kleine Dinge so ganz nebenbei:

  • Eine Lade pro Tag sortieren
  • Eine Kiste pro Hauptabendfilm durchgehen und aufarbeiten
  • Ein Regal im Bad gleich nach dem Zähne putzen
  • Ein Paar Schuhe kann bei jedem öffnen vom Schuhschrank gehen
  • Ein Kleidungsstück bei jedem Besuch im Kleiderkasten
  • Eine Hand voll Zeitung bei jedem Mal die Wohnung verlassen

Schauen Sie sich in Ihrem Zuhause um – was ist alles für solche Kleinaktionen geeignet. Planen Sie an 4-5 Tagen in der Woche so eine Blitzentrümpelung ein.

Ich hab es selbst ausprobiert und mir einen Fernsehabend das Nähkästchen vorgenommen. Kaum zu glauben, aber ich konnte ein Plastiksackerl voll entsorgen. Hier der sichtbare Erfolg:

Aufräumen mit Kindern

Kaum ein Thema ist so herausfordernd wie das Aufräumen mit Kindern. Immerhin sollte man den Kleinen schon vermitteln welche positive Wirkung Entrümpeln auf sie hat. Sie wollen bestimmt nicht, dass Ihre Kinder später einmal schlampig sind und im Gerümpel ersticken. Dabei kommt man an sich selbst nicht vorbei.

Sie sollten ein gutes Vorbild beim Ausmisten und Aufräumen sein! Vielleicht ein Ansporn gleichzeitig auch bei den eigenen Dingen zu beginnen.

Hier noch einige Tipps für’s Ausmisten mit Kindern:

  • Gestalten Sie die Kinderzimmer so, dass genug Platz und Freiraum herrscht
  • Geben Sie Ihrem Kind die Möglichkeit selbst zu gestalten – geben Sie Zeit
  • Sorgen Sie für regelmäßiges Aufräumen nach dem Spielen – auch hier ist die Vorbildwirkung nicht zu unterschätzen
  • Planen Sie gemeinsame spielerische Entrümplungsaktionen
  • Spielsachen aufteilen in 1. verwendete Spielsachen, 2. nicht mehr verwendet, 3. kaputte Dinge
  • Entscheiden Sie gemeinsam wo die Dinge hinkommen – vielleicht können sie die Dinge gemeinsam mit den Kindern verkaufen
  • Belohnen Sie Ihre Kinder und sich selbst nach der Entrümplungsaktion

Mehr zum Thema Ordnung im Kinderzimmer gibt’s am 24. April 2012 bei einem Vortrag rund ums Kinderzimmer: http://www.nookinteriors.at/raumkinder.pdf

Warum geht das Thema Ordnung nicht aus dem Kopf?

Wenn verschiedene Dinge immer wieder im Kopf herumschwirren, dann liegt es an uns selbst. Irgendwas soll anders sein – darum verharren die Gedanken dabei. So geht’s auch beim nächsten Ordnungsprojekt, beim Thema Aufräumen, beim sauber Machen…

Die Belastung im Kopf liegt aber eigentlich…

  • …daran, dass das angestrebte Ergebnis nicht exakt formuliert ist.
  • …daran, dass nicht definiert ist wie der nächste aktive Schritt genau aussieht.
  • …daran, dass man keine Erinnerungen daran sicher gestellt hat.

Probieren Sie’s einfach einmal aus. Da wäre das Thema: Kleiderschrank auf Sommer umräumen und gleichzeitig ein paar Dinge aussortieren. Es gehört gemacht, doch irgendwie keine Zeit im Moment.

  • …definieren Sie genau das Ergebnis zeitlich und inhaltlich: Kleider umgeräumt, Kasten geputzt, cirka 1 großer Müllsack aussortiert…
  • …legen Sie den ersten Schritt fest
  • …schreiben oder speichern Sie sich einen realistischen Termin fix im Kalender ein

Jetzt ist es nicht mehr notwendig unzählige Male darüber nachzudenken. Nutzen Sie die Zeit für positive Gedanken und geniesen Sie den Frühling.

Viel Freude beim Ausprobieren, Maria Husch

PS: Und wenn der Termin dann da ist – DURCHZIEHEN!